Warum ist hier keiner online?

Ich habe es endlich geschafft! Mein erstes Networking Event in meiner eigenen Heimatstadt Rostock! Es ist alles nicht mehr nur Theorie! Ich weiß jetzt wie Leute Social Media benutzen, die echt was bewegen wollen!

Und ich habe eine Frage.

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Die Hashtags vorbildlich vorgestellt

Warum geht man zu einem Event und vernetzt sich dann nicht online? Warum passiert nichts unter dem Hashtag auf Twitter? Oder dem anderen? Ja, spezifisch Twitter. Mit einem Hashtag arbeitet man am besten auf einer offenen Plattform, wo kein unsichtbarer Algorithm für uns entscheidet, was wir sehen können.

Wenn man einem Hashtag folgt, sieht man alle anderen, die auch mit dem Hashtag posten, die also da sind, oder auch etwas Interessantes zum Thema beizutragen haben. Die erzählen dann, was sie da wollen, oder was sie generell wollen und woran sie arbeiten, und wenn man das interessant findet, kann gezielt zu ihnen gehen, sich persönlich treffen, und hat eine wertvolle Verbindung.

Nach dem Event kann man sich gegenseitig folgen. Damit erreicht man eine lose, aber trotzdem aktive Beziehung, die über Jahre existieren und wachsen kann. Das ist schließlich das Ziel beim Networking. Leute kennenlernen und Verbindungen aufbauen. Durch die persönliche Begegnung können diese Verbindungen sogar ohne weitere physische Nähe wachsen und echte, vertrauensbasierte Beziehungen werden.

Wenn man sich gegenseitig folgt – beim Event und auch danach – hat man Einblicke. Statt nur das Äußere einer Person zu sehen, erfährt man eine zusätzliche Dimension. Man sieht die Gedanken. Wenn das mit Offenheit gepaart ist, vernimmt man die wahren Kompetenzen, man schafft dadurch Vertrauen, man kann tatsächlich sogar als Mensch durch diese Verbindungen wachsen. Man macht Fehler, man lernt aus ihnen. Das Gegenteil vom Marketing passiert, man muss nicht immer perfekt erscheinen, und dadurch kann man so viel mehr machen.

Und deshalb hat man dann auch die Möglichkeit, von vielen Menschen zu hören, nicht nur denen, die natürlich laut sind und sich gern auf einer Bühne darstellen.

Und weil alle weniger auf Perfektion aus sind, können sie in diesen Beziehungen, die auf Vertrauen statt Wettbewerb basiert sind, selbstkritischer sein. Kritik ist da, weil nicht alles immer richtig ist. Aber wenn eine Verbindung auf persönlichen Kontakten basiert ist, gibt es Respekt. Man kann nur Troll sein, wenn man sich hinter einem Keyboard verstecken kann. Das Problem ist mit Events gelöst, hier kann sich keiner verstecken.

Wir alle brauchen doch eine digitale Präsenz, um unsere Arbeit ausführen zu können. Mit der man sich mit anderen Menschen verbinden kann, mit ihnen zusammen Projekte auf die Beine stellen und Dinge verändern kann. Je direkter diese digitale Präsenz mit unserer Identität verbunden ist, desto mehr können wir damit machen. Events sind der geeignete Nährgrund, diese Präsenz auf- und auszubauen, weil die besten Verbindungen immer noch auf der Basis einer persönlichen Begegnung wachsen.

Und das Marketing? Das funktioniert auch besser, weil es echt ist. Man muss sich keinen Content aus den Fingern saugen, oder ihn von Leuten kaufen, die weder von einem selbst, noch von dem, was man tut, eine Ahnung haben.

Und ja, niemand benutzt Twitter in Meck-Pomm. Aber es ist trotzdem so nützlich und bringt so viel mehr Wert, speziell zu Networking Events, dass man ja ganz einfach in kleinem Kreis anfangen kann und einem egal sein kann, was die Umwelt macht.

Kann man überhaupt ohne irgendeine digitale Dimension ein Netzwerk haben?

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